Folge 9: KI und Stress
Shownotes
Hallo liebes Internet,
Und willkommen zu einer weiteren Folge von Increase Cycle Time!
AI ist in aller Munde. Und vor allem die vielen Vorteile die AI uns bringt – oder zumindest zu bringen verspricht. Urs macht in seinem Alltag durchaus positive Erfahrungen mit AI. Er hat aber auch eine Beobachtung: Am Ende des Tages ist er erschöpfter als vor der AI-Revolution.
In dieser Folge erörtern Urs und Holger die Gründe dafür und warum Holger ein anderes Empfinden hat. Wir sprechen darüber, wie wir Dinge schaffen, die wir uns vorher nie zugetraut hätten und was das mit uns macht. Darüber, was Context-Switches sind und wie AI uns verleitet mehr davon zu machen als gut für uns ist. Und wir sprechen darüber, wie wir die Zeit nutzen, die dadurch frei wird, dass wir Arbeit an AI delegieren.
Ganz besonders gespannt sind wir auf eure Erfahrungen: Seid ihr Team Urs oder Team Holger? Was macht die neue Art der Softwareenwicklung mit euch? Lasst doch mal einen Kommentar da und teilt eure Sicht der Dinge mit uns. Wir sind gespannt!
Und nun wünschen wir euch ganz viel Spaß mit dieser Folge und wie immer: Rauf aufs Rad, Increase Cycle Time!
Bis bald,
Holger und Urs
Links zur Folge:
- Der erwähnte Max Kanat-Alexander: https://www.linkedin.com/in/mkanat/
- T3N schrieb kurz nach der Aufnahme diesen sehr spannenden Artikel: https://t3n.de/news/mehr-arbeitsbelastung-durch-ki-wie-unternehmen-dieser-falle-entgehen-koennen-1733052/
- Den erwähnten Slot-Machine-Vergleich könnt ihr z.B. im Buch Vibe Coding von Gene Kim und Steve Yegge nachlesen: https://itrevolution.com/product/vibe-coding-book/
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo liebes Internet.
00:00:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Increase Cycle Time.
00:00:19: Increase cycle time, das ist der Job Rad Development Podcast.
00:00:23: Ich bin Holger und ich bin Software-Engineer in einem Produktteam der PDO.
00:00:27: Und die PDO, das sind die Product and Tech Organisation von JobRad.
00:00:30: Das ist ein Podcast der Marini alleine neben mir am Mikro sitzt.
00:00:35: wie immer der bestens gelaunte Urs.
00:00:37: Hallo Urs!
00:00:38: Wie geht es dir?
00:00:39: Hallo Holger!
00:00:40: Das klang überhaupt nicht als hättest du das vorgelegt.
00:00:44: Hallo liebes Internet, ich bin Urs.
00:00:47: Ich leite das Team Developer Experience bei Jobrad und mache hier diesen Podcast gemeinsam mit Holger.
00:00:53: Und wir versuchen euch in diesem Podcast die Instant Outs der Softwareentwicklung bei Jobrat näher zu bringen... ...und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge Increase Cycle Time.
00:01:06: Heute mal ohne Gast?
00:01:07: Heute sind wir alleine im Ruhepool
00:01:09: Ja und wir sprechen über ein einduziertes, kocktnitives Unwohlsein.
00:01:14: Das tun wir wohl
00:01:15: ja genau.
00:01:16: Ein kurzer Bericht aus dem Maschinenraum.
00:01:20: ich habe für das Intro zwei verschiedene Feedbacke gekriegt.
00:01:24: zum einen dass es doch total gut ist wenn das strukturiert und immer das gleiche ist dass das vorgelesene oder das vorbereitete Gut ist aber auch dass das eben nicht gut ist.
00:01:34: Weißt du, wenn wir das immer so vorlesen dann könnten wir es auch einfach einmal aufnehmen und immer wieder verwenden.
00:01:40: Das wäre auch eine Möglichkeit!
00:01:42: Das
00:01:43: wäre fast schon effizient.
00:01:44: Ach du mit deinem Effizienz-Ding immer... Aber da sind wir fast beim Thema schon, oder?
00:01:49: Du mit deinen Effizience-Dingen immer.
00:01:50: Das habe
00:01:50: ich clever gemacht ne?
00:01:51: Ja, du bist
00:01:52: ein Cleverer.
00:01:56: Wir sind gestern saßen hier in einer Besprechung, an einem Meeting.
00:02:04: Da kamen wir wie so oft auf das Thema AI zu sprechen und du hast die These aufgestellt.
00:02:10: Naja, ich hab jetzt ja mit AI habe ich ständig meine Agenten am Laufen.
00:02:15: aber was mache ich denn wenn die Agenten, wenn sie laufen?
00:02:21: Dann mach' ich ja nichts!
00:02:22: Aber dann muss ich doch...
00:02:23: Moment, Moment!
00:02:25: Du hast gesagt, du machst nichts.
00:02:27: Ich habe gesagt ich starte dann noch mehr Agenten.
00:02:29: aber das ist ja schon wieder der Schritt nach dem ersten Schritt.
00:02:33: Eigentlich war mein Ursprungspunkt... ...ich hab das Gefühl für mich selbst rückblickend so im Vergleich zu vor einem Jahr nach einem durchschnittlichen Arbeitstag bin ich deutlich erschöpfter als früher und mein Gefühl ist es liegt daran dass sich mehr verschiedene Dinge an einem Tag tue Also wohlgemerkt vielleicht nicht mehr leiste, weiß ich noch nicht.
00:02:59: Darum geht es mir aber auch überhaupt nichts.
00:03:00: Es geht mir darum dass ich wenn nennt das ja im Fachenglisch Kontext Zwitschern deutlich mehr den Kontext wechseln häufiger den Kontex wechsel und wahrscheinlich in meiner Arbeitsrealität sehr viel mit AI zu tun hat.
00:03:17: Und das führte mich dann zur Vermutung oder zur Sorge Diese ganze AI-Revolution.
00:03:26: neben den häufig diskutierten Themen verlieren wir unsere Jobs, sind wir irgendwann irrelevant.
00:03:32: Das von dir aufgebrachte ist es wahnsinnig anstrengend am Ball zu bleiben.
00:03:35: spielt das ich auch mit rein?
00:03:37: aber dazu kommt für mich noch mein Arbeitsalltag entgegen dem was man vermuten würde.
00:03:44: Man würde erwarten AI macht irgendwie alles leichter und fluffiger.
00:03:47: Ich habe das Gefühl dass es anstrender geworden.
00:03:52: Ja, das kann ich nachvollziehen.
00:03:53: Aber da haben wir gestern... Da kommen wir vielleicht gleich noch zu.
00:03:56: Wir haben gestern schon herausgearbeitet, dass wir eine leicht unterschiedliche Arbeitsweise aktuell noch haben.
00:04:02: Das hatten wir vorher auch schon
00:04:03: durch mich!
00:04:04: Du bist noch nicht im Level Vibe-Coding angekommen?
00:04:07: Ja
00:04:08: doch also ich bin in meiner... Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich mich bisher nur auf AI verlasse.
00:04:16: Vielleicht weiß ich nicht irgendwas zwischen sechzig und achtzig Prozent.
00:04:20: Also ich muss sagen die ganzen Tech Bros auf LinkedIn, die bauen mindestens zwei Apps am Tag nur mit AI.
00:04:27: Da
00:04:27: solltest du dich jetzt mal schlecht fühlen!
00:04:29: Richtig
00:04:30: das ist auch ein Seitenthema dass wir hier nicht aufmachen.
00:04:33: aber das stresst mich schon und man weiß ja auch dass da ein paar Sachen stimmen.
00:04:37: wahrscheinlich aber das meiste stimmt wahrscheinlich eben nicht.
00:04:41: vermute ich einfach mal vermute zu wissen.
00:04:45: nee ich setze AI viel ein nutze es als
00:04:51: tool
00:04:52: und ich kriege damit auch viel mehr geschafft.
00:04:56: Ich kriege, wie wir das in der letzten Folge schon hatten, damit auch Sachen geschaffen, an die ich mich vorher vielleicht gar nicht angetraut habe.
00:05:04: Und ich kriege Dinge, die vorher... bestimmte Sachen, die vorher länger gedauert haben, kriege ich einfach schneller hin.
00:05:13: Wir können jetzt noch diskutieren.
00:05:17: Es bringt mich zu achtzig Prozent, die zwanzig Prozent muss ich vielleicht noch so ein bisschen nacharbeiten.
00:05:20: Aber das fühlt sich für mich trotzdem gut an.
00:05:24: Weil du das gerade gesagt hast... Du traust dich an Dinge ran, an die du dich früher vielleicht nicht rangetraut hättest?
00:05:31: Ich könnte mir vorstellen dass es auch ein Faktor ist für dieses Stressgefühl weil wenn du etwas machst in dem du dich nicht sicher fühlst dann ist das natürlich viel anstrengender als wenn du sag mal auf deinem sicheren Terrain wandelst.
00:05:46: Und du musst ja nicht nur ... ... Kontext switchen, in dem Sinne dass du jetzt diese Agents irgendwie füttern musst und vorantreiben musst.
00:05:55: Sondern... Du hast ja auch die Verantwortung als Software-Engineer.
00:05:58: Das was du gebaut hast muss ja immer noch den Qualitätsansprüchen genügen.
00:06:04: das heißt du musst es irgendwie reviewn.
00:06:05: Genau!
00:06:06: Und etwas zu reviewn was du schlechter bewerten kannst ist natürlich viel anstrengend.
00:06:12: Ja auf der anderen Seite hast du natürlich so der Der Arbeitszyklus eines Software-Engineers, der Kick nachher funktioniert und das ist natürlich jetzt bei einer Sache die ich vorher dachte.
00:06:28: Oh mein Gott!
00:06:28: Das ist unbekanntes Terrain.
00:06:30: Das kann niemand.
00:06:32: Da was gebaut zu haben, ist es dann auch cool.
00:06:35: Ja.
00:06:36: Das gibt vielleicht noch den größeren Kick.
00:06:41: Aber das würde ich glaube ich unterscheiden.
00:06:43: also dieses... ... end auf vielen Erfolgsgefühle glücklich sein, dass du was Cooles hingekriegt hast.
00:06:50: Das ist bei mir schon auch da und das ist regelmäßig da, ne?
00:06:52: Das ist dieses oft ... ... thematisierte AI-Ding mit der Slot Machine.
00:06:58: Ja ja.
00:06:58: Das fixe dich ja auch an.
00:07:00: Klar!
00:07:01: Aber mir geht es vor allem darum... ich bin am Ende vom Tag echt fertig.
00:07:06: Und da sind sicherlich auch Glücksmomente dabei, da sind auch Frustmomente dabei.
00:07:11: aber so summa summa rum ... beobachte ich einfach, dass es anstrengender geworden
00:07:16: ist.
00:07:16: Okay!
00:07:18: Das kann ich für mich noch nicht so... Ich bin mal in die Restaurätrospecife gegangen,... ...noch nicht so feststellen, aber bei mir ist das Level noch nicht ganz da.
00:07:29: Also ich bin zufrieden, dass der Weg von meinem Kopf in die Lösung schneller ist.
00:07:36: Genau!
00:07:37: Punkt Du hattest aber gestern noch ein Aspekt hereingebracht, der möglicherweise bei mir anders ist.
00:07:44: Und vielleicht bringen wir den jetzt mal auf das Trapez?
00:07:48: Genau!
00:07:48: Jetzt machen wir den zweiten Schritt.
00:07:50: Das haben wir gerade auch schon gesagt mit Kontext-Switchen zu tun und wir haben gestern festgestellt du scheinst an einem Thema dranzubeleiben also machst einen Ding gleichzeitig und switcht eben nicht in Kontext ... wunderschön oder dänglischer Satz.
00:08:11: Während es bei mir so ist, muss ich auch ganz ehrlich sagen... ... das wahrscheinlich selbst gemachtes Problem, wenn ich so einen Agent losgeschickt habe,... ... dann hab' ich ja jetzt als Software-Engineer erst mal nichts mehr zu tun,... ... weil ich habe ja meine Arbeit jetzt delegiert und mir fällt es schwer, dann nichts zu tun.
00:08:27: Also bin ich auch gar niemandem unterstellen, dass die Leute dann irgendwie in der Nase bohren... ... und auf ihren Agent warten.
00:08:32: aber... Erstmal der Fakt ist, der Agent arbeitet jetzt autonom und braucht eine Weile bis er sich wieder meldet.
00:08:40: Und die Frage ist was machst du dann?
00:08:43: Meine Antwort ist möglicherweise finden das HR-Menschen und Menschen aus ... weiß ich nicht... Ich warte auf den Agent!
00:08:54: Das mag auch daran liegen.
00:08:56: Unsere Reuen sind unterschiedlich.
00:08:58: Ich habe oft nicht die Situation in der ich so dermaßen Kontext switchen müsste.
00:09:06: Ich habe vielleicht meine drei, vier Projekte, die ich aber aktuell gar nicht parallel bespielen müsste.
00:09:12: Wenn ich denn diese Situation hätte, würde ich das tun?
00:09:15: Aber ich würde auf meinen Agenten warten!
00:09:17: Also weil ich A- nicht das Gefühl habe dass sich in der Zwischenzeit sinnvoll was anderes tun kann... Du hast zwei Minuten gesagt und ich würde noch nie mal sagen, dass es ja... Ich komme gerade auch noch aus einer Cloudsession raus wo Cloud mir einen Plan schreiben sollte Und da hat er zehn Sekunden für gebraucht und ich war schon davor und schaffe das noch hier, aber vielleicht irgendwas zehn bis dreißig Sekunden.
00:09:43: Man fragt mich klar zwischen durch noch was und ich muss ja auch Guardrails dahinsetzen und Ich persönlich warte auf den Output.
00:09:57: Wie nennt man das?
00:09:58: und ich streichel den Claude dabei?
00:10:02: Baby Sitten.
00:10:03: Genau, vielleicht bin ich noch nicht in der... ...in den hohen Wein des AI-Tums drin.
00:10:09: Das kann sein, ist das auch noch ein Learning?
00:10:11: Ja gut aber du sagst ja selber noch nicht.
00:10:15: Ich würde jetzt mal einfach die These im Raum stellen früher oder später wird es passieren.
00:10:19: also ich denke die Die Ergebnisse werden ja zunehmend besser, die AI wird zuverlässiger.
00:10:26: Wir kriegen es mehr und mehr hin diese Guardrails zu definieren Und aus meiner Sicht ist das bestreben ganz klar.
00:10:33: man will Diese Agents autonom arbeiten lassen und am Ende dieses Ergebnis sehen und dafür braucht der Agent halt eine Weile.
00:10:43: Jetzt bin ich da vielleicht vertrauensvoller oder meine Projekte sind unkritischer oder was auch immer Ich will diese Diskussion jetzt gar nicht aufmachen aber bei mir ist es jetzt schon so ... dass sich häufig Claude so verwendet, dass ich versuche ein... ... ein klares Ziel zu definieren.
00:10:58: Also im Plan zur Arbeiten, ... ... Acceptance Criterias zu erarbeiten.
00:11:04: Wir haben da auch in der letzten AAL Folge schon mal drüber geredet und das ist quasi ... ... einen Kontakt mit Claude formuliere im Sinne von ... ... Behaviour-Tests oder was auch immer und dann lasse ich ihn machen!
00:11:20: Und dann ist er halt erst mal beschäftigt.
00:11:22: Ja gut, das haben wir beim letzten Mal schon!
00:11:24: Wenn der Plan einmal da ist... Gut, dann lass ich ihn laufen?
00:11:28: Dann läuft er los und braucht halt seine zwei bis fünf Minuten oder keine Ahnung wie lange auch immer.
00:11:33: Genau ja.
00:11:34: Und da dann aktiv zu warten fällt mir persönlich schwer.
00:11:39: Ich würde das tun.
00:11:42: Ich weiß nicht warum.
00:11:44: Für mich geht es für mich persönlich.
00:11:48: Ich muss da gleich nur eine Side Story zu erzählen.
00:11:52: Geht das in den Bereich der Mikrooptimierung?
00:11:56: Also ich habe ja früher auch, wenn ich Software entwickelt hab, habe ich nachgedacht und nicht ständig die ganze Zeit auf die Tastatur gehackt, sondern ich brauche zwischendurch meine Phasen wo ich einfach überlegt habe.
00:12:11: Da gibt es ja auch diese Ideen, linkes Gehirn, rechtses Gehirn.
00:12:15: Um kreativ zu werden musst du manchmal einfach auch den Geist wandern lassen.
00:12:20: Wenn du die ganze Zeit nur mit Input fütterst dann klappt das nicht.
00:12:24: Vielleicht brauchst du das nicht mehr?
00:12:25: Ich denke du brauchst es doch noch!
00:12:28: Das ist aber natürlich auch Typssache.
00:12:30: Ja ich kann mir vorstellen dass das ein spannendes Thema wird in der Zukunft.
00:12:33: einfach arbeitsrechtlich also was ist denn die Erwartungshaltung meines Arbeitgebers oder meine Arbeitgeberin?
00:12:41: Ist die Erwartungshaltung, dass ich hundert Prozent meiner Zeit aktiv etwas tue?
00:12:47: Also in die Tastatur hacke oder was auch immer.
00:12:49: Oder ist die Erwartungshaltungen das ein Produktentwickler?
00:12:52: und wenn ich dann das halt mit Hilfe von AI mache, die da autonom vor sich hin werkelt habe ich sozusagen den Freifahrtschein auch fünf Minuten auf die AI zu warten?
00:13:05: Ja, das ist vielleicht eine philosophische Frage.
00:13:07: Aber ich glaube es wird relevanter werden.
00:13:09: Relevanter, glaube ich.
00:13:10: Ich glaube für mich zwei Aspekte an die ich gerade denke.
00:13:13: zum einen die Erwartungshaltung wie schnell Interationen dauern und nicht wie schnell die Software fertig wäre.
00:13:20: Da sind wir noch ein Stückchen von der wirklich production ready Software weg aber die Interaktionen werden schneller.
00:13:28: Ich kriege sehr schnelle Ergebnisse.
00:13:29: Ich kann mir Feedback vom User holen und macht das nächste oder von irgendjemandem Feedback wohl.
00:13:34: Das weiter habe ich jetzt vergessen.
00:13:41: Das Problem hast du jetzt auch schon, denke ich?
00:13:44: Diese Erwartungshaltung wie... Wie messe ich Produktivität?
00:13:51: Ich finde es eine sehr schwierige Diskussion.
00:13:55: Da würde ich jetzt eher gucken was kommt denn hinten raus?
00:13:59: Das ist dann eher das Interessante.
00:14:02: Und das, was hinten rauskommt ist dann für mich eher nach wie vor das Lernen und nicht dass irgendein Artefakt.
00:14:10: Gut!
00:14:10: Das Artefact am Ende auch.
00:14:11: aber ja...
00:14:16: Ich wollte gerade dieses Stichwort lernen noch aufgreifen weil ich neulich einen LinkedIn-Post gelesen habe wo jemand gesagt hat er nutzt eben diese Wartephasen ganz bewusst für Lernen.
00:14:32: Da wollte ich gerade drauf zu sprechen kommen.
00:14:33: Das hat ein Kollege von mir auch erzählt, der genau diese Phasen... Den hat es auch genervt.
00:14:42: Der lernt jetzt oder versucht jetzt mit AI-Sig in der Zwischenzeit zu lernen.
00:14:48: Das lässt sich da kleine Beizheistbeispiele generieren.
00:14:51: Ich finde die Idee super!
00:14:53: Aber für mich ist Ich habe das auch mal ausprobiert für ein anderes Thema.
00:14:58: Für mich sind die Kontext-Switch-Kosten noch halt zu hoch, dass
00:15:03: ich versuche... Genau!
00:15:05: Und deswegen wäre Barty Suggestion von dem Kerl auf LinkedIn und das war Max Kennert Alexander in dem Kontext zu bleiben also etwas aus der Codebase zu lernen sich näher anzuschauen.
00:15:20: wie auch immer Und ich meine die Realität ist ja, dass du viel an die AI delegierst und irgendwann nicht mehr die Möglichkeit hast jede Code-Stelle dir auch noch anzuschauen, die dieser Agent ausrußt.
00:15:37: Würdest Du jetzt aber diese Wartephasen nutzen um das sozusagen nachzuholen?
00:15:40: Dir vielleicht die wichtigen Stellen nochmal genauer anzuschauern könnte da ein Schuh draus werden.
00:15:46: Erfordert aber glaube ich sehr viel Selbstdisziplin.
00:15:48: Wahrscheinlich wahrscheinlich Gut, das ist jetzt wieder Kaffeesatz und Glaskugelieserei.
00:15:58: Für mich gehört es immer noch dazu... ...dass ich in der Verantwortung bin für den Code, für das Ding was daraus kommt und nicht die AI.
00:16:10: Also mein LinkedIn suggeriert mir anderes, dass sich damit mal ein Eisen gehöre.
00:16:15: Das kann auch sein aber das wird die Zeit zeigen!
00:16:18: Ja, ich denke ... vielleicht auch etwas, was nicht für immer in Stein gemeißelt ist.
00:16:22: Im Moment würde ich das auch so sehen.
00:16:24: Also du bist derjenige, der verantwortlich ist... ...für das, was nachher im Produktion landet und ich glaube, dass es eigentlich die relevante Erkenntnis ist,... ...dass Du dafür verantwortlicht bist, sagt ja nicht aus wie Du diese Qualität
00:16:43: sicherstellst.".
00:16:44: Das ist richtig.
00:16:44: So, das heißt wenn du jetzt eine Möglichkeit findest deinen Agent so sicher zu machen dass der Autonomen Production Ready Code produziert dann wirst du deine Verantwortung ja auch gerecht?
00:16:54: Nein also das ist richtig!
00:16:56: Hab ich bisher so noch nicht gesehen.
00:16:58: aber auch da können sich Kontexte ändern.
00:17:00: Ja genau, also ich glaube das ist alles in Bewegung
00:17:05: Aber wie gehst du denn damit um?
00:17:07: Hast du denn... Du hast es jetzt beobachtet das ist ja schon mal die halbe Miete.
00:17:11: Ist das irgendwas, wo du denkst?
00:17:12: naja es ist ein Problem.
00:17:13: oder ist das... ...irgendwas, wo Du denkst?
00:17:16: Na ja was ist jetzt die neue Welt?
00:17:18: und ich bin so gestrickt dass das halt so ist.
00:17:23: Ja also vielleicht nochmal eine Meterebene nach oben zu gehen diese ganze AI-Revolution im Vergleich zu allen Dingen die bisher in meinem Berufsleben passiert ist passiert extrem schnell ... ist extrem groß.
00:17:42: Also da gibt's keinen Influen vor, jeder macht irgendwas mit AI und alle reden drüber... ...und was dadurch extrem schwierig wird finde ich es noch objektiv einzuschätzen... ...was davon allgemein gültig ist und was davon hype is oder von irgendjemandem postuliert usw.
00:18:09: Und jetzt zurück auf deine Frage ... ich bin gerade noch an dem Punkt, wo ich versuche zu verstehen... ... ob ich das Problem bin oder ob es ein allgemeines Phänomen ist.
00:18:17: Okay ja okay!
00:18:20: Da bist du die Hürde drin.
00:18:21: mal fragen
00:18:22: glaube ich.
00:18:22: Genau deswegen macht's für mich gerade auch Sinn in dieser Podcast-Folge darüber zu reden weil vielleicht fühlt sich ja jemand bemüßigt mir zu antworten und teilt meine Einschätzung oder sagt mir dass ich ein Idiot bin und einfach besser werden muss im Code.
00:18:37: Beides fair?
00:18:38: So sind
00:18:39: üblicherweise unsere Kommentare genau richtig.
00:18:42: Genau.
00:18:42: Also was auf jeden Fall, glaube ich, spannend ist an diesem Phänomen es wie selbstverständlich es geworden ist oder geworden... Wie
00:18:52: schnell?
00:18:52: Wie selbstverständlicher das ist.
00:18:55: Nein!
00:18:55: Ich wollte sagen, wie schnelles Selbstverständlich geworden zu sein scheint, wenn wir gerade festgehalten, dass schwierig das Objektiv ins Fakt festhalten, den Kontext ständig zu switchen weil wir haben eigentlich die letzten ... zehn Jahre darüber geredet, dass Kontextswitchen böse ist.
00:19:12: Und wir das vermeiden wollen und wir unsere Bildschneller machen damit wir nicht mehr Kontextwitchen usw.
00:19:17: und so fort.
00:19:18: Jetzt kam diese AI-Revolution... ...und jetzt berichtet jeder fröhlich auf LinkedIn wie viele tausend Sachen eher oder sie an einem Tag gleichzeitig parallel wie auch immer tut?
00:19:31: Das bedeutet ja für mich zumindest ganz krass Kontext zu switchen die ganze Zeit!
00:19:36: Ich habe... ... um dann Gegenpolennummer aufzunehmen.
00:19:40: Durch AI werden jetzt ja auch Sachen wichtig, so was wie TDD.
00:19:45: Wir haben letztes Jahr über BDD gesprochen,... ... dass jetzt mit... ...AI auch eine andere Relevanz kriegt.
00:19:53: und ich habe die Tage noch einen Posting von jemandem gesehen... ...über Mob-Programming oder Sommelprogrammung, wie man das jetzt irgendwie vielleicht neuern nennt.
00:20:03: Also heißt mehrere, sagt ihr das was?
00:20:07: Ja, aber vielleicht erklärst du es für die Gemeinheit noch mal.
00:20:10: Also im Großen und Ganzen ist ich arbeite mit mehreren Leuten, vielleicht mit zwei Leuten oder fünf Leuten an einem Problem, an einem Stück Code... ...und habe vielleicht ein Modell wie ich denn das gibt in dem klassischen Modell Driver Navigator einer an Mensch nützt an der Testaktur... ...unter anderen Menschen gibt's Anweisungen oder jetzt geht immer dahin macht doch mal so Und das wechselt!
00:20:33: Die Idee is' Ich habe Kollektiv Connective Knowledge.
00:20:41: Wenn das ein kompliziertes Problem ist, löse ich damit das Problem, dass alle in dem Raum das Problem kennen.
00:20:46: und zum zweiten die Lösungen für das Problem werden üblicherweise besser und kreativer.
00:20:53: Das Gegenargument ist oh mein Gott es sitzen fünf Ingeniers an einem Problem.
00:20:57: Das kann doch nicht gut sein!
00:20:58: Das ist doch im Sinne von Geld doof.
00:21:00: Das ist sehr schön beschrieben.
00:21:02: Ich hätte einfach gesagt, das ist Per-Pro-Programming mit mehr als zwei Leuten.
00:21:06: Ja, ja!
00:21:07: Von mir aus, von mir aus.
00:21:07: Nein, ja okay...
00:21:09: Hab ich auch schon mehrfach gemacht finde ich.
00:21:11: es gibt viele Situationen wo das für mich sehr gut funktioniert hat.
00:21:14: aber ich war überrascht vor niemandem zu hören der sehr sehr sehr skeptisch diesen Konzept gegenüberstand.
00:21:21: vorher.
00:21:22: von dem kam auch dieser Ausspruch oh mein Gott ganz viele teure Engineer sitzen dann zusammen und war.
00:21:28: Und der meinte dann, nee mit AI ändert sich das ja jetzt.
00:21:31: Ja weil ich habe jetzt nicht mehr den des Tippen also das Kot-Tippen als Bottleneck.
00:21:42: Leute wie behauptet oder die sagen es ist vorher auch nie.
00:21:44: das Bottleneck war egal aber dadurch bleibe mir nur noch die Vorteile.
00:21:50: Ich hab dann einen Raum mit Collective Knowledge Und ich habe quasi keinen Bottleneck mehr.
00:21:58: Das heißt, ich kriege für ein bestimmtes Problem Leute sehr schnell aufgeschlaut.
00:22:04: Also vielleicht verstehe es nicht aber dann sitzen doch fünf Leute da und warten auf die AI?
00:22:10: Ja!
00:22:12: Das soll der Gegenpunkt zu deinem... Da zu sein.
00:22:15: Ja, es sitzen fünf Leute und warten auch die AI.
00:22:19: Es sind fünf Leute, die der AI Kommandos geben Aber es gibt fünf Leute, die A das solche reviewen können.
00:22:27: Und es gibt Fünf leute, die wissen was da passiert ist und in seinem Bild scheinbar hat er's in seinem Unternehmen ausprobiert.
00:22:35: Das weiß ich nicht aber er kam dann zu einem positiven Ergebnis.
00:22:39: also dass jetzt nur so als Gegenentwurf LinkedIn propagiert AI und Kontext.
00:22:46: Was auch
00:22:47: unterstreicht auch genau das was sich davor sagt.
00:22:49: jeder macht irgendwas anders Und du weißt überhaupt nicht mehr, was ist eigentlich der Standard?
00:22:53: Oder wie sollt ich es machen damit das gut ist.
00:22:56: Früher... früher TM, ne?
00:22:59: Vor zwei Wochen.
00:23:00: Nein!
00:23:01: Ich meinte vor dieser AI-Revolution oder vielleicht noch von anderthalb Jahren bevor das ganz so krass wurde gab es gefühlt Best Practices in der Softwareentwicklung.
00:23:12: Also es gab natürlich immer unterschiedliche Meinungen und die einen fanden TDD besser und die anderen schlechter, was auch immer.
00:23:17: aber du konntest schon irgendwie Davon ausgehen, wenn du jetzt Softwareentwicklung so und so machst, dann orientierst du dich an der breiten Masse.
00:23:25: Und gerade habe ich dieses Gefühl nicht mehr.
00:23:31: Du hast vorher ja ganz kurz diesen Punkt aufgemacht, den können wir jetzt nicht mehr machen.
00:23:35: Wir sind jetzt bei Minute zwanzig.
00:23:37: Der Punkt linked in Noise... Ich habe jetzt mein Business gestartet in fünf Minuten, sondern ich habe jetzt diese Prompting-Technik ausprobiert und die ist ja viel besser als alle anderen fünf Minuten vorher.
00:23:51: Und so weiter und so fort.
00:23:52: wie heute gab es noch einen Postling.
00:23:55: da ging es darum wie designig API ist damit nicht besser mit AI umgehen kann.
00:24:03: Ja kein Plan!
00:24:06: Das kommt dann eben noch hin zu der mentalen Belastung Mental Load bei dieser ganzen Flut von Informationen und Tools, die aus dem Boden sprießen wie Pilze halbwegs am Ball zu bleiben.
00:24:24: Ja das
00:24:24: stimmt.
00:24:25: Das ist halt auch noch anstrengend.
00:24:27: also ich glaube es sind mehrere Faktoren die durch diese AI-Revolution begründet sind, die halt dazu beitragen dass dieses der Arbeitsalltag anstrende wird?
00:24:39: Wie war das denn vorher für dich?
00:24:41: um da vielleicht jetzt nochmal dahin zurückzugehen?
00:24:44: Also ich sag mal, vor anderthalb Jahren.
00:24:47: Wie bist du damit mit Kontext-Switches umgegangen?
00:24:52: Ich würde sagen... ...ich hatte dieses Problem nicht so stark, weil also bin jetzt schon länger in diesem Developer Experience Thema drin und von daher das was ich gerade meinte war es eigentlich immer das höchste Ziel diese Kontext Switchs zu reduzieren.
00:25:12: Da war es eben so, dass ich sehr stark in einem Kontext bleiben konnte.
00:25:15: Ein Problem lösen konnte, implementieren könnte wie auch immer und mich dann demnächst zugewendet habe.
00:25:21: Und jetzt ist es aber so... ...dass sich dieses Wissen und dieses Ziel, diese Context-Switches zu vermeiden, immer noch hab' und dann wird's nicht irgendwie plötzlich alles vergessen was ich die letzten zehn Jahre gemacht hab'.
00:25:38: Aber meine Arbeitsrealität gefühlt, zwingt mich beinahe dazu dieses Kontext-Switching zu machen.
00:25:46: Weil die Alternative wäre eben nichts zu tun und das kann ich persönlich nicht.
00:25:55: Spannend!
00:25:57: Vielleicht haben wir eine unterschiedliche Definition von Nichts tun?
00:26:02: Ja genau, das kann wirklich auch sein.
00:26:04: Aber es ist eine sehr spannende Diskussion wo ich auch sehr gespannt bin ... was die Leute, das diese Folge hören.
00:26:13: Was darf eine... wie die das auffassen?
00:26:16: Das finde ich sehr spannend!
00:26:17: Ich würde mich auch interessieren.
00:26:18: Ja.
00:26:19: Was nehmen wir mit aus dieser Folge?
00:26:21: Was nehmen mir mit aus der Folge?
00:26:28: Der Status quo und auch die Zukunft in diesem ganzen AI-Thema ist maximal unklar.
00:26:33: Das ist keine Neuigkeit.
00:26:37: Es scheint so zu sein dass zumindest für manche der befragten ... die AI-Revolution zu einem erhöhten Stress, ... ... erhöhtem Mental Load führt.
00:26:50: Ich glaube das gilt fast für alle.
00:26:51: Die Gründe dafür sind unterschiedlich aber ich glaube... ...das gilt fast for alle und das finde ich persönlich macht mir Sorgen, viel mehr Sorgen als dass ich mein Job verlieren würde durch AI sondern dieses Arbeitstitel war mal Burnout!
00:27:08: Ich kann mir schon vorstellen, dass sich irgendwann ... zeigen wird auch in Statistiken, dass da negative Folgen eintreten.
00:27:18: Das weiß ich gut!
00:27:18: Es ist natürlich jetzt eine etwas gröbere These... Aber das ist eine Sache die ich in meinem Feed noch nicht so gesehen habe.
00:27:28: bisher sind die technischen Möglichkeiten.
00:27:30: wir sind im wilden Westen der technischen Möglichkeit und alles geht.
00:27:33: aber dass jetzt die Software-Seite dieser Revolution, wie du sie so gerade genannt hast.
00:27:40: Die wird noch wenig beleuchtet grade und das ist spannend, dass im Blick zu behalten und ich glaube auch ohne das jetzt irgendwie schon richtig einordnen zu können es ist wichtig, dass Leute, dass ich, dass Du, dass die Leute, die das hier hören da auf sich achten oder in Sie reinhören.
00:28:00: also das ist wahrscheinlich Geschwindigkeit um jeden Preis Nicht immer gut.
00:28:07: Wie das auch früher schon war, aber an der Stelle die Self-awareness.
00:28:10: geht es mir gerade gut damit oder muss ich vielleicht eine Kleinigkeit ändern?
00:28:13: Das heißt jetzt nicht, dass ich einen halben Tag für den weißen Wand schaue... Aber es gibt ja... Gibt da Übungen oder gibt da Ansatzmöglichkeiten?
00:28:25: Sehr schön!
00:28:28: Dann bedanken wir uns bei den Leuten, die zugehört haben und gefreuen uns aufs nächste Mal.
00:28:36: Auf
00:28:37: Wiederhören!
00:28:38: Sieh!
Neuer Kommentar